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Abfischen Jungfischgewässer 2009

Jungfischgewaesser

Einsatz total an unseren Jungfischbächen! Am Wochenende vom 4/5/6.September 2009 haben wir unsere 5 Jungfischbachstrecken abgefischt. Die Jungfische, die wir Anfang April als Brütlinge ausgesetzt haben, sind mittlerweile zu schönen Sömmerlingen herangewachsen. Sie sind prächtig gediehen und das Aufwachsen im Bachbett unter natürlichen Bedingungen befähigt sie, in unserem Hauptgewässer, der Wigger, besser zu überleben. Den Aufwand, den wir betreiben, um gesunde, wild herangezogene Sömmerlinge in die Wigger besetzen zu können, ist enorm. Ca. 160 Mannstunden stecken dahinter! Nicht eingerechnet sind Organisation und Vorbereitung. Umso erfreulicher war, dass alles perfekt geklappt hat. Auch die Gemeinden und Lohnunternehmen, welche im Vorfeld die Bachufer mähen sollten, haben ausgezeichnet gearbeitet und uns dadurch die Arbeit sehr erleichtert. Ein paar Bemerkungen zu unseren Beobachtungen an den Bächen: Der Plegibach in Oftringen hat uns erneut enttäuscht. Der Ertrag an Sömmerlingen war wiederum schlecht. Was ist mit diesem Bach los? Wir vermuten, die Probleme sind menschgemacht. Wir hatten in der Vergangenheit viele Sorgen mit dem Bach (Verpilzung, Ausbaggern, etc). Erfreulich war immerhin, dass wir erneut Dohlenkrebse (austropotamobius pallipes) gesichtet haben. Aufgrund der vielen negativen Erfahrungen der letzten Jahre haben wir jedoch beschlossen, den Plegibach nicht weiter als Jungfischgewässer zu nutzen. Zu den anderen Bächen:

Jungfischgewaesser

Vor allem der Grenzbach macht uns Freude. Der Ertrag war auch dieses Jahr wiederum gut. Besonders der obere renaturierte Teil ist eine Bereicherung sowohl für Flora und Fauna als auch für Anwohner und Fussgänger. Wir konnten feststellen, dass neben den Bachforellen auch die Groppen (cottus gobio) sich im Bach wohlfühlen. Wir haben Exemplare in allen Grössen, teilweise ausgewachsene Exemplare von ca. 15cm, gesehen. Dies lässt vermuten, dass sie sich natürlich reproduzieren. Der Grenzbach hat auch den Vorteil, dass er auf Stadtgebiet verläuft, und dadurch logistisch leicht zu erreichen ist. Zudem ist er besser überwachbar. Ein Wermutstropfen war der Vorfall im unteren Grenzbach, wo bei Bauarbeiten der Bach wegen Versagen einer Pumpe trockenlief (siehe letzter Webeintrag). Dieser Verlust an wertvollen Wildsömmerlingen schmerzt uns ausserordentlich. Beim Bösenwilerbach haben wir gehofft, dass sich die Renaturierungsmassnahmen vom letzten Winter positiv auswirken würden. Unserer Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Rund ein Drittel der ausgesetzten Brütlinge konnten wir als Sömmerlinge wieder abfischen.

Jungfischgewaesser

Ein sehr gutes Ergebnis. Der Bach hat zweifellos an Wert gewonnen. Das Schuelerslehnerli hat dieses Jahr wieder sehr gute Erträge gebracht. Ca. doppelt so hoch wie 2008 und ein wenig mehr als das generell gute 2007. Ingesamt sind wir mit dem Resultat des Abfischwochenende sehr zufrieden. Es macht Freude zu sehen, dass unsere Anstrengungen Früchte tragen. Mehr als ein Drittel der ausgesetzten Brütlinge konnten wir schlussendlich als Sömmerlinge abfischen und in die Wigger aussetzen. Ohne den unglücklichen Verlust des im unteren Grenzbach wären die Zahlen sogar noch besser gewesen. Die Statistik zeigt, dass wir mit unseren Jungfischgewässern auf dem richtigen Weg sind. Danke an alle, die uns dabei unterstützen! Wir sind gespannt auf das kommende Monitoring Mitte Oktober. Es wird zeigen, ob sich unsere gesamte Besatzstrategie weiterhin bewährt und zusammen mit unseren anderen Bestrebungen den Bestand verbessert. •Bericht und Bilder Matthias Burn und Tom Eichenberger•

 


Weitere interessante Berichte im Archiv: Hier klicken!

 

 

 

Abfischen der Jungfischbäche Samstag 4. September, 8.30 Uhr, Treffpunkt Bösenwilerbach und Schuelerlehnerli. Wir sind gespannt, was wir dieses Jahr aus diesen beiden Bächen abfischen können. Leider sind uns dieses Jahr nur diese beiden Jungfischgewässer geblieben, da wir ja im Juli einen Totalverlust am Dorfbach zu beklagen hatten (siehe vorangehender Webeintrag). Dies erspart uns zwar viele Stunden Arbeit, bringt uns aber auf einen Schlag um zwei Drittel unserer Jungfische, welche für den Besatz in der Wigger vorgesehen waren. Dieser Verlust an wertvollen Wildsömmerlingen schmerzt uns immer noch ausserordentlich. Auch dieses Jahr sind wir wieder zu sechst an der Arbeit. Unglaublich, was alles an Material, Organisation und Vorarbeit nötig ist, damit alles klappt und die Jungfische in gutem Zustand in ihre endgültige Heimat, die Wigger, gelangen. Danke auch den Lohnbetrieben, die die Bäche vorher sauber gemäht und ausgeräumt haben. Das Schuelerlehnerli ergab einen Ertrag von 466 Bachforellen (rund 30% der im April ausgesetzten Brütlinge haben überlebt). Dies ist zwar nicht ganz so gut wie die beiden ausgezeichneten Jahre 2007 und 2009, aber besser als 2008. Der Bösenwilerbach brachte mit rund 346 Fischen (23% Überlebensrate) ein ähnliches Resultat, weniger als 2007 und 2009, besser als 2008. Dies ergibt eine Total von rund 800 Bachforellen. Wir vermuten, dass Ertrag im Dorfbach ähnlich hoch wie in den vorangehenden 3 Jahren ausgefallen wäre. Schade! Es ist immer ein schönes Gefühl, am Ende eines solchen Tages wunderschöne und gesunde Fische in unser Hauptgewässer aussetzen zu können mit dem Wissen, das Beste gegeben zu haben, um eine gesunde und widerstandsfähige Fischpopulation zu ermöglichen. •Bericht und Bilder, Matthias Burn•

 

 

 

Totalverlust am Grenzbach Zofingen

Jungfischgewaesser

Im Verlaufe des Donnerstagnachmittags, 15.Juli 2010, entstand im Dorfbach/Grenzbach, vom Abschnitt Hottigergasse bis zur Wigger, ein Fischsterben. Die durch Anwohner avisierte Polizei informierte Mitglieder der IG ProRiver, welche den Schaden vor Ort besichtigten. Die schlimmen Befürchtungen wurden durch ein elektrisches Abfischen der betroffenen Strecke leider bestätigt: Totalverlust! Was für ein Disaster! Der Grenzbach /Dorfbach ist seit Jahren unser ertragsreichster Aufzuchtbach für natürlich heranwachsende Bachforellen (Salmo trutta forma fario), welche später in die Wigger besetzt werden. Zudem verfügte der Bach über eine in der Region wohl einzigartige Population von Groppen (Cottus gobio), welche ihresgleichen sucht. Anzutreffen ist die Groppe in der Forellen- und Äschenregion von Fließgewässern. Sie stellt große Ansprüche an die Wasserqualität, benötigt eine hohe Sauerstoffkonzentration und eher niedrige Wassertemperaturen. Diese Tatsache weißt auf die guten Wasserbedingungen im Grenzbach hin. Gemäss Besprechung am Schadenort wird davon ausgegangen, dass die Regenentlastung an der Hottigergasse das Fischsterben auslöste. Untersuchungen durch den Kanalreinigungsdienst und die Kanalfernsehequippe haben bestätigt, dass die Kanalisation unmittelbar unterhalb des RA3 verstopft war, nur noch wenig Abwasser durchliess und somit das Streichwehr zum Überlaufen brachte. Das Abwasser floss dadurch auch bei relativ geringer Abwassermenge in den Dorfbach und löste das Fischsterben aus.

Jungfischgewaesser

Die Einwohnergemeinden von Zofingen und Oftringen, Eigentümerinnen der Kanalisation, bedauern die entstandenen Schäden an Natur und Umwelt sehr. Der Schaden wurde zwar finanziell abgegolten, dennoch bedeutet dies für uns der Verlust eines grossen Teils unseres Besatzes für die Wigger sowie die Vernichtung der Fauna eines gesunden Baches. Wir werden die weitere Entwicklung und Erholung des Grenzbach Dorfbach sehr genau beobachten.
•Bericht und Bilder, Matthias Burn•

 

Tätigkeitsberichte sind Vergangenheit

Der Tätigkeitsbericht 2007 war der letzte seiner Art. Der enorme Aufwand und die Kosten waren Auslöser, um neue Wege zu suchen. Unsere Webseite wird sehr gut besucht und oft gelesen. Die Berichte waren annähernd gleich. Wir werden in Zukunft nur noch auf unserer Webseite veröffentlichen. So sind alle Informationen jederzeit überall verfügbar. Ich hoffe die Gemeinde der Papier-Leser kann sich durchringen unsere Seite zu drucken und an Stelle des Technischen Berichts aufs Nachttischchen zu legen. Danke an alle die sich für unsere Arbeit interessieren.



Baustelle lässt Jungfischgewässer trocken fallen

fischunterstand

Eine Strecke von rund 30 Meter muss wegen Strassenverbreiterung der Industriestrasse eingedolt werden. Um die nötigen Betonierarbeiten ausführen zu könnn, musste der Abschnitt ausgefischt werden. Eine Pumpe sollte den Bach von einer Fassung im Schacht, um die Bauselle herum pumpen. Wir haben auf der Baustelle mehrmals gewarnt und auf Gefahren hingewiesen. Nun ist das Disaster doch passiert!

 

Schutz für Fische Die Pumpeninstallation hat aus noch nicht bekannten Gründen nicht funktioniert. Zwar hat die ganze Woche alles bestens geklappt aber am Samstag passierte das Unglück. Der ganze Bach, vom Areal Sutermeister bis hinunter an die Wigger fiel trocken. Ein unglaublichs Bild bot sich dem Fischereiaufseher und der Polizei am Sonntag. Restlos alle Fische verendeten bei den hohen Temperaturen in den kleinen Pfützen die blieben. Anwohner versuchten verzweifelt Fische zu retten. Eine ganze Generation von Jungfischen für die Wigger ging so verloren. Schadenersatz wird gefordert, ist aber kein Ersatz für die wild aufgewachsenen Forellen. •Bericht und Bilder Robert Burkhard•



Monitoring 2006 bis 2009

fischunterstand

Im Zeitraum Herbst 2006 bis Herbst 2009 wird ein Monitoring zur Überprüfung der Besatzmassnahmen durchgeführt. Hierfür werden alle besetzten Sömmerlinge durch Fettflossenschnitt gekennzeichnet (hier nochmal Foto Vorjahr). Die Fische werden nach dem Abfischen im Aufzuchtbach kurz betäubt und sogleich wird die Fettflosse zwischen Rücken- und Schwanzflosse mit einer chirurgischen Schere entfernt. Dieser kleine Eingriff verursacht keine Blutung und die Flosse wächst nicht nach. Das Fehlen des kleinen Flösschens hat für die junge Forelle keinen Nachteil. Diese Methode ist meldepflichtig. Der Besatzbestand soll einerseits im Anglerfang erfasst werden und andererseits einmal jährlich im Spätherbst im Rahmen elektrischer Abfischung von ausgewählten Strecken. Der Anteil markierter Fische an den verschiedenen Jahrgängen kann bestimmt werden und das Ausmass der Naturverlaichung beurteilt werden. Sie zweite elektrische Kontrollabfischung  im Herbst 2008 ist gemacht. Wir gingen dabei wieder strikte nach den Vorgaben des Modul-Stufen-Konzeptes F vor (www.modul-stufen-konzept.ch/d/fische.htm). Die ersten Resultate sind sehr interessant. Die vier elektrisch befischten Strecken à je 150 m wiesen einen unterschiedlichen Bestand und eine unterschiedliche Zusammensetzung auf. Im Sömmerlingsjahrgang 2007 fanden wir bis zu 100 % markierte Fische, im Sömmerlingsjahrgang 2008 bis zu 80 % markierte Fische. Bei den älteren Fischen waren 10 bis 65 % markiert. Die Erfahrungen der Fischer, die Statistiken und die Resultate der Abfischung decken sich erstaunlich gut. Die genauen Resultate und der Bericht stehen uns im Frühjahr 2010 zur Verfügung. •Bericht und Bilder, Susanne Haertel•



Strukturverbesserung durch Raubäume 2009

fischunterstand

Infolge der intensiven menschlichen Nutzung ist der Wiggerverlauf in unserer Pachtstecke, insbesondere im mittleren und unteren Bereich, relativ arm an Struktur. Am Samstag 16.Mai haben wir im Rahmen unserer fortlaufenden Bestrebungen, die Gewässerstruktur an der Wigger zu verbessern, auch dieses Jahr wieder mehrere sog. „Raumbäume“ ins Gewässer eingebracht. Dazu haben wir einige gefällte Uferbäume so platziert, dass sie im Uferbereich im Wasser zu liegen kommen. Um die Bäume an Ort und Stelle zu halten und vor Abdrift zu schützen, haben wir diese angebunden. Schon seit 6 Jahren bringen wir mit grossem Erfolg regelmässig Raubäume in die Wigger ein. Unsere Bestandeskontrollen (Monitorings) und die Fangstatistiken belegen den grossen Nutzen der Raubäume für das Gewässer. Raubäume kommen auch natürlich als angeschwemmtes oder ins Wasser gefallenes Totholz im Uferbereich vor. Das Laub und das Geäst dieser Raubäume bietet Unterschlupf und Nahrung für Fische und zahlreiche Kleintiere. In dem Geäst können sich die Fische vor Ihren Feinden – in erster Linie Fisch fressende Vögel – verstecken.

Schutz für Fische Das Totholz sorgt auch für unterschiedliche Fliessgeschwindigkeiten im Gewässer. Es bilden sich Abschnitte mit langsameren und schnelleren Strömungsgeschwindigkeiten und es entstehen Kolke, Steilufer und Abbruchkanten. Strukturvielfalt (Gewässerstrukturgüte) und Wasserqualität (Sauerstoffanreicherung) werden dadurch verbessert. Gerade Jungfische brauchen strömungberuhigte Bereiche, in denen sie insbesondere bei höheren Wasserständen nicht abgetrieben werden. Durch die unterschiedlichen Strömungsgeschwindigkeiten werden ausserdem Kieslaichplätze gefördert. Der Kanton Aargau hat schon vor ca. 10 Jahren in Rhein, Aare und Reuss Raubaumprojekte durchgeführt. Erfolgskontrollen konnten den grossen Nutzen für die Gewässerfauna belegen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Raubäume vor allem für die Fische bessere Lebensräume schaffen. Mit Raubäumen können somit auf einfache und kostengünstige Weise monotone Flussstrecken aufgewertet werden. •Bericht und Bilder, Matthias Burn•

Links zu Raubaum und Totholz:

http://www.totholz.de/
http://www.ag.ch/umwelt-aargau/pdf/UAG_12_07.pdf
http://www.waldwissen.net/themen/wald_gesellschaft/naturschutz/wsl_raubaeume_DE
http://www.axpo.ch/internet/axpo/de/medien/medienmitteilungen/archiv/2006/01/KWruechling.-Slot1-0003-File.File.FileRef.pdf/U-Fischer-Holz-beim-Gewaesserunterhalt06.pdf
http://www.lawa.lu.ch/fische.pdf
http://www.kfvbl.ch/pdf/totholz_kfvbl.pdf





Besatz der Aufzuchtbäche 2009

Am Samstag 25.April haben wir 7'500 junge Bachforellen in unsere Aufzuchtbäche ausgesetzt. Dabei wurden die Jungfische in aufwändiger Arbeit mit speziellen Besatzgeräten behutsam auf geeignete Bachstrecken verteilt. Verschiedene Bäche in der näheren Umgebung werden von der IG ProRiver als natürliche „Kinderstube“ für unserere Bachforellen in der Wigger genutzt. Diese Bäche werden normalerweise im März-April mit Jungforellen (Länge ca. 3 cm) besetzt, welche dann heranwachsen bis sie schliesslich im Herbst elektrisch abgefischt und als Sömmerlinge (Länge ca. 6-8 cm) in der Wigger ausgesetzt werden. Diese Methode hat den Vorteil, dass die sog. Besatzfische unter natürlichen Umweltbedingungen aufwachsen und so ein den Wildfischen natürliches Fress- und Fluchtverhalten entwickeln. Unter Fischbesatz versteht man das absichtliche Aussetzen einer grösseren Anzahl von Fischen in ein Gewässer. Das Motiv für den Besatz ist in erster Linie der Ausgleich von schlechten Lebensraumbedingungen, welche eine ausreichende Naturverlaichung verhindern. Durch den negative Einfluss des Menschen (Besiedlung, Industrialisierung, Landwirtschaft) funktioniert die natürliche Fortpflanzung der Fische nicht mehr ausreichend, um einen gesunden Bestand zu erhalten. Ein weiteres Problem ist die ungenügende Vernetzung der Gewässer, welche es den Elterntieren entgegen ihrem natürlichen Bedürfnis nicht mehr erlaubt, in die kleinen Seitenbäche aufzusteigen, um dort ihr Laichgeschäft verrichten zu können.

Forellenlarven Beim Besatz achten wir darauf, dass die Qualität der Besatzfischen hoch ist und dass die Fische aus einer Zuchtanstalt stammen, wo sie möglichst naturnah aufgezogen wurden. Dies fördert die Entwicklung von wichtigen Verhaltensmustern bezüglich Aggression, Futteraufnahme und Flucht, welche für das Überleben im Gewässer nötig sind. Gute Gewässerkenntnisse, Planung und Erfolgskontrolle sind für einen erfolgreichen Besatz wichtig. Begleitend zum Besatz analysieren wir den Zustand der Fischpopulation durch regelmässige Bestandeskontrollen. Die Analyse von Wetter, Abflussmenge und Wassertemperatur liefert zudem weitere Daten, mit welchen eine fortwährende Optimierung der Besatzstrategie erreicht werden kann. Erfahrungsgemäss kann in einem vom Menschen stark beinträchtigten Gewässer wie der Wigger der Fischbestand nicht dauerhaft durch Besatzmassnahmen wiederhergestellt werden. Die Verbesserung der Wasserqualität, die Erhöhung der Restwassermengen und die Revitalisierung der Lebensräume sind deshalb wichtige Ziele (siehe Link Tätigkeitsberichte), welche wir von der IG ProRiver in enger Zusammenarbeit mit den kantonalen Behörden anstreben, um die Vorausetzungen für einen artenreichen „Lebensraum Wigger“ zu verbessern. •Bericht und Bilder, Matthias Burn•


Kormoran-Schutz am 1. März entfernt

kormoranabwehr

Pünktlich - und notabene so früh wie noch nie - haben wir am 1.März den Kormoran-Schutz entfernt. Dabei handelt es sich um Schnüre, die in den Wintermonaten im Zick-Zack über die Wigger gespannt werden. Sie sollen verhindern, dass der Kormoran, welcher seit einigen Jahren vermehrt in unseren Breitengraden überwintert, im Gewässer landen kann. Kormorane können grosse Schäden am Fischbestand anrichten und sind deswegen bei den Fischereipächtern gefürchtet.

Bei der Schnuremethode handelt es sich (im Gegensatz etwa zum Abschuss) um eine harmlose "Abwehrmethode", welche sich die Tatsache zunutze macht, dass der Kormoran einen flachen Anflugwinkel für die Landung benötigt. Die Schnüre hindern ihn daran. Wir konnten beobachten, dass die Vögel gar nicht erst versuchen zu landen, sodern sogleich abdrehen. Gern gesehene Gäste wie der Graureiher, Wasseramsel oder andere Vertreter der Vogelzunft können jedoch problemlos landen. Wir konnten auch nie beobachten, dass sich Vögel in den Schnüren verheddern, sich dadurch verletzen oder gar verenden.

Leider mussten wir auch feststellen, dass unsere aufwändig gespannten Schnüre an vielen Stellen absichtlich heruntergeschnitten wurden. Schade! Waren es Vandalen? Wir haben den Dialog mit den Vogelschützern und dem Kanton gesucht. Auch wir setzen uns ja mit grossem Engagement für den Schutz und Verbesserung des Lebensraumes "Wigger" ein und nehmen solche Anliegen ernst. Die erarbeitete Lösung sieht vor, künftig nur noch an besonders exponierten Stellen Schnüre zur Kormoran-Abwehr zu setzen. Diese Orte werden kartografiert und dem Kanton gemeldet. Wir erhoffen uns im Gegenzug, dass die Schnüre dort den Winter durch hängen gelassen werden. Das frühest mögliche Entfernen der Schnüre am 1.März ist ein weiteres Zeichen unseres Wohlwollens gegenüber den Anliegen des Vogelschutzes. Lasst und gemeinsam den Lebensraum Wigger verbessern. •Bericht und Bilder, Matthias Burn•

Erfolgskontrolle Bachforellenbesatz 2007 bis 2009

Die Besatzwirtschaft mit Bachforellen aus Aufzuchtbächen Monitoringhat lange Tradition. Aber ist das der richtige Weg? Wie hoch sind die Überlebensraten? Gibt es erfolgreiche Naturverlaichung in der Wigger und wie hoch ist deren Anteil am Bestand? Der erhoffte Besatzerfolg ist ein starker Motivator für die Mitglieder der IG ProRiver. Barbe und Alet haben ihren Weg aus der Aare bis zum Aeschwuhr gefunden. Der Bachforelle, soll während 3 Jahren sehr betrachtet werden. Unser Ziel ist ein minimaler Besatz um den Bestand auf aktuellem Niveau halten zu können. Genau deshalb wollen wir wissen, welchen Anteil die Besatzforellen am Bestand haben. Zu diesem Zweck wurden die Wildsömmerlinge aus den Aufzuchtbächen seit 2006 und markiert. Mit einem Elektro-Fanggerät werden alle Fische auf 3 mal 150 m gefangen und anschliessend vermessen und protokolliert. Den Fischen geschieht dabei kein Leid. Sie werden alle am Fangort wieder ausgesetzt. Eine grosse und nicht unproblematische Arbeit. Aber die Mitglieder der IG ProRiver sind nicht „nur Fischer“ sondern auch neugierige Bewirtschafter, denen in der freizeit Weiterbildung und Bestandeserhebung genau so wichtig sind wie ein schöner Fang. Die Resultate der Monitoring werden wie bei vorangegangenen Erhebungen auf unserer Webseite publiziert. Wir danken an dieser Stelle allen Helfern und allen die uns sonst irgendwie unterstützen. •Bericht und Bilder, Robert Burkhard•


Sömmerlinge abfischen 2008

Die im Frühjahr besetzten angefütterten Forellen gediehen prächtig.fangteam Aber die Natur hat dieses Jahr eine harte Selektion getroffen. Der Erfolg in den Gewässern schwankt zwar, ist aber insgesamt nur halb so gross wie letztes Jahr. Die Gründe für die starken Schwankungen sind unklar. Die Temperaturlogger und Kontrollen unter dem Jahr geben noch nicht genügend Anhaltspunkte. Dieses Jahr wurden alle Gewässer an einem Wochenende dürchgeführt. So blockieren wir nicht drei sondern nur ein Wochenende. Die Rückmeldungen waren alle positiv. Wir bedanken uns bei allen Helfern und den Gemeinden, Werkhöfen und allen die uns unterstützen. Die Besatzmassnahmen für die Wigger werden durch ein Monitoring überwacht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in 2 Jahren vorliegen. Eines ist sicher: Die Besatzfische der letzten zwei Jahre sind noch in der Wigger und sind prächtig gewachsen. Die Vario- Wildlinge haben in der Freiheit eine Grösse von bis zu 36 cm erreicht, sie sind also in einem Jahr ca. 12 cm gewachsen. Die Arbeit lohnt sich und die Markierungen geben jetzt schon gute Auskunft über die Zusammensetzung des Bestandes in unserer Wiggerpacht.. •Bericht und Bilder, Robert Burkhard•

 

Tätigkeitsbericht 2007

Der neue Jahresbericht 2007 ist an alle Interessenten goldbarbeverschickt. Wer ihn noch nicht hat kann das 19 Seiten starke Werk hier herunterladen Die aktivitäten der Mitwirkenden sind in diesem Bericht mit Bildern und Texten dokumentiert. Wie bisher versuchen wir über dieses Medium auch den Dialog mit anderen Organisationen zu fördern oder in Gang zu bringen. Wir freuen uns über Rückmeldungen oder Anregungen der Leser. Einen überblick ohne Worte finden Sie bei den Bildern 2007. Eine bunte Mischung von Eindrücken aus dem vergangenen Jahr. Bilder 2007 gemischt







Exkursion mit Natur und Landschaftsschutz Zofingen

wigger exkursion 2007Die Exkursion unter dem Titel „Hochzeitstanz der Bachforelle“ Sonntag, 9. Dezember 2007 werden wir in guter Erinnerung behalten. Stadtrat Jürg Bachmann konnte eine ahnsehnliche Schar Interessierter begrüssen. An diesem Tag galt die Aufmerksamkeit dem in der öffentlichen Diskussion noch zu wenig beachteten Ökosystem der Wigger. Das Wetter zeigte was es so kann, von Sonnenschein bis Platzregen war alles dabei. Die Exkursionsleiter Susanne Haertel (Biologin), Robert Burkhard und Matthias Burn zeigten die engen Zusammenhänge im Netz Natur am Objekt auf und machten klar wie sensibel einzelne Elemente auf Eingriffe reagieren. Leider konnten wegen des trüben Wassers die Laichenden Bachforellen nicht beobachtet werden. Strukturen, Stauhaltung, Bedeutung der Seitengewässer, naturnahe Strecken und natürlich die Lebewesen im Wasser bildeten den zentralen Inhalt der Veranstaltung. Diewigger exkursion pro river betrachtete Strecke betrug etwa 400 Meter. Anschliessend genoss man Punsch und Chrömli und führten einige interessante Gespräche. Die Vortragenden bei diesem Anlass sind Mitglieder der IG ProRiver.






Erfolgskontrolle Bachforellenbesatz 2007 bis 2009

Monitoring

Die Besatzwirtschaft mit Bachforellen aus Aufzuchtbächen hat bereits Tradition. Aber ist das der richtige Weg? Wie hoch sind die Überlebensraten? Gibt es erfolgreiche Naturverlaichung in der Wigger und wie hoch ist deren Anteil am Bestand? Der erhoffte Besatzerfolg ist ein starker Motivator für die Mitglieder der IG ProRiver. Eins ist jetzt schon sicher: Die Bestände, nicht nur die der Bachforelle, haben sich seit der Katastrophe mit Totalvergiftung am 29. Juni 2003 erholt. Barbe und Alet haben ihren Weg aus der Aare gefunden. Andere Arten haben wir mit Besatz wieder angesiedelt. Der Leitfisch, die Bachforelle, soll nun während 3 Jahren noch genauer betrachtet werden. Unser Ziel ist ein minimaler Besatz um den Bestand auf aktuellem Niveau halten zu können. Genau deshalb wollen wir wissen, welchen Anteil die Besatzforellen am Bestand haben. Zu diesem Zweck wurden die Wildsömmerlinge aus den Aufzuchtbächen 2006 und 2007 markiert. Mit einem Elektro-Fanggerät werden alle Fische auf 150 m gefangen und anschliessend vermessen und protokolliert. Den Fischen geschieht dabei kein Leid. Sie werden alle am Fangort wieder ausgesetzt. Eine grosse und nicht unproblematische Arbeit. Aber die Mitglieder der IG ProRiver sind nicht „nur Fischer“ sondern auch neugierige Bewirtschafter, denen der Einsatz von einem Samstag pro Jahr gerechtfertigt erscheint. Die Resultate werden wie bei vorangegangenen Erhebungen auf unserer Webseite publiziert.



Besatz mit Forellen aus den Aufzuchtbächen 2007

Die im Frühjahr besetzten Forellenlarven gediehen prächtig.fangteam proriver 2007 wird uns als das ertragsreichste Jahr bisher in Erinnerung bleiben. Nahezu 50% haben im besten Bach das Alter von 8 Monaten erreicht. Das ist ein sehr gutes Ergebnis. Auf dem Bild ist ein Fangteam bei der Arbeit zu sehen. Es ist schon mühsam, in der besten Zeit der Fischerei an 5 Halbtagen Gerät zu schleppen und den Fischchen mit dem Netz nachzustellen. Aber es lohnt sich, denn nur wer bei den Arbeiten für den "Nachwuchs" mithilft, hat auch ein Anrecht auf die Fischereierlaubnis. Mittlerweile ist aber die Stimmung so gut, dass jeder gerne kommt und seinen Beitrag leistet. Vielen Dank an alle Helfer, alle die uns unterstützt oder verpflegt (und danach gepflegt) haben. Die Besatzmassnahmen für die Wigger werden durch ein Monitoring überwacht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in 3 Jahren vorliegen. Eines ist sicher: Die Besatzfische des letzten Jahres sind noch im Bach und sind prächtig gewachsen. Die Vario- Wildlinge haben in der Freiheit eine Grösse von bis zu 24 cm erreicht, sie sind also in einem Jahr ca. 12 cm gewachsen. Die Arbeit lohnt sich also und die Markierungen geben jetzt schon gute Auskunft über die Zusammensetzung des Bestandes in unserer Wiggerpacht.


Hochwasser 8. August 2007

167 m3/s (Kubikmeter pro Sekunde) Wasser schossen wigger aeschwuhrdie Wigger herunter. Das entspricht einem 200-Jährigen Hochwasser. Ein Ereignis, das laut Statistiken alle 200 Jahre eintreffen kann. Eine harte Prüfung, wenn man das 2006-Jahresmittel von 7.22 m3/s betrachtet. Das Hochwasser im August 2005 hatte einen Spitzenwert von 157m3/s. Allgemein ist die Tendenz deutlich steigend. Hier sehen Sie die Statistik bis 2005, den die vom 8. August 2007 reiht sich in die Tendenz wie erwartet ein (Statistik zeigen). Das Streichwehr im Aeschwuhr hielt den Wassermassen nicht stand. Um eine Handbreit wäre das Wasser des Tych auf die Autobahn Bern-Zürich geflossen. Wie gut unsere Fische die Wassermassen überstanden haben wird sich zeigen. In den Naturnahen Bereichen, bildeten sich aber sicher genügend Kehrwasser. Diese ruhigen Stellen bieten den Fischen einen Aufenthalt ohne Gefahr. Gerade Forellen sind standorttreu und verlassen gute Stellen nur ungern. Beim Monitoring im November werden wir erfahren, wie es um die kleinsten steht und ob sie sich halten konnten.

Goldbarbe in der Wigger

Einer der Fischer staunte nicht schlecht, als die Barbe an goldbarbeseiner Leine an die Oberfläche kam. "Das glaubt mir keiner" war wohl nicht schlecht überlegt... man kennt ja das Latein der Fischer. Kurzehand das Handy gefasst und abgedrückt. Überflüssig zu sagen, dass wir keine Barben entnehmen, und schon garkeine die so schön sind. Eine Laune der Natur: Die Färbung ist eine Pigmentstörung. Der Fisch ist offenbar trotz der auffälliger Farbe nicht im Nachteil. Die Barben der Aare steigen gerne in die Wigger auf und Laichen dort. Seit der verbesserten Wasserführung und der verminderten Kolmatierung ziehen immer mehr Barben bis zur Wehranlage in Zofingen und laichen im weichen Kies der Wigger.

Aufzuchtbäche besetzt

Die kleinen Wiesenbäche in denen wir unseren goldbarbeForellennachwuchs für die Wigger aufwachsen lassen sind besetzt. Pro Bach haben wir rund 1'500 schwimmfähige Forellenlarven eingesetzt. Der Dottersack ist aufgebraucht und die Jungfische nehmen bereits Nahrung auf. Diese Praxis unterscheidet sich von der in den letzten Jahren. Bisher haben wir Larven mit Dottersack besetzt und waren mit den Ergebnissen nie so richtig zufrieden. Im September werden wir die Bäche wieder abfischen und die Jungfische in die Wigger umsiedeln, dann werden wir erstmals sehen, ob diese Besatzstrategie für die Aufzuchtbäche erfolgreicher ist. Viel Glück all den kleinen "Sprösslingen"!


Kursbesuch: FIBER Besatz mit Brutboxen

Wer nicht dort war ist selber schuld! Ein wirklich goldbarbegelungener Kurs. Der Workshop gliederte sich in einen Theorie- und einen Praxisteil. Es wurden verschiedene Besatzmethoden vorgestellt, wobei der Einsatz von Brutboxen im Mittelpunkt stand. Es wurden die unterschiedlichen Boxentypen vorgestellt, sowie deren Einsatz und die Tauglichkeit aufgezeigt und diskutiert. Über ausgewählte Fallstudien wurde der Einsatz von Cocons mit fischereilich interessanten Kieslaichern veranschaulicht. Im anschliessenden Praxisteil wurde die Anwendung von unterschiedlichen Boxentypen im Gewässer demonstriert. Die Teilnehmer legten selber Hand an. Vielen Dank an die Organisatoren und Referenten. Wir konnten viel profitieren und hatten während dem Kurs einen regen Erfahrungsaustausch in vielerlei Hinsicht.


Neuer Jahresbericht 2006

Der neue Jahresbericht 2006 ist an alle Interessenten goldbarbeverschickt. Wer ihn noch nicht hat kann das 24 Seiten starke Werk hier herunterladen Die aktivitäten der Mitwirkenden sind in diesem Bericht mit Bildern und Texten dokumentiert.

 



Bericht Monitoring 2003 bis 2006 in der Wigger

Frau Dr. Susanne Haertel hat die Daten der Monitoring goldbarbezusammengtragen und sehr verständlich dargestellt. Lesen Sie den Bericht und sie werden erfahren, wie sich der Bestand seit der Totalvergiftung im Jahr 2003 entwickelt hat. Den Bericht können sie hier herunterladen.



Temperaturdaten erste Ergebnisse

Wir wollen Fakten, keine Vermutungen! Die haben wir nun.goldbarbe Ob wir damit auch die erhoffte Gewissheit haben, wird sich noch zeigen. Oft werfen neue Erkenntnisse mehr Fragen auf als einem lieb ist. Auf jeden Fall war das Jahr für die Forellen in unserem Abschnitt ein kühles Jahr. Ein maximales Tagesmittel von 20° C als Spitzenwert ist für unsere Salmoniden sicher verkraftbar. Weiteres zu den Temperaturkurven dann im TB 2006 (Erscheint im Januar).



Laichgeschäft im Gange

Das lockere Kies und die verminderte Kolmatierung ist der stark verbesserten Wasserführunggoldbarbe 2006 zu verdanken. Unsere Forellen laichen wieder in der Wigger. Auf 500m konnten wir über 10 Laichplätze beobachten. Haben Sie schon mal gesehen wie sich die kleinen Forellen anstrengen um ihren Laich in das Kies zu vergraben? Ein Schauspiel, auch bei schlechtem Wetter. Wir sind jetzt vermehrt mit Regenschutz und Fernglas anzutreffen...






Ab hier finden Sie alle noch älteren, archivierten Beiträge


Alle Besatzforellen markiert

Das sieht schlimmer aus als es ist. Die kleinen Fische wurden in Nelkenöl schwach betäubt, sie fühlen den kleinen Schnitt mit der extrem scharfen chirurgischen Schere nicht. Beim Aufwachen fehlt den Sömmerlingen dann die kleine Fettflosse auf dem Rücken. Wir erkennen so die Fische aus unserem Besatz. Bei kommenden Monitoring (3 weitere sind geplant) wird es möglich die besetzten von den zugewanderten oder naturverlaichten Exemplaren zu unterscheiden. Das Flösschen hat für den Fisch keine Funktion, für uns aber einen grossen Informationswert. Das Projekt ist vo Dr. Thomas Stucki, Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Abteilung Wald, Sektion Jagd und Fischerei, bewilligt. Wir werden von Frau Dr. Susanne Haertel-Borer von der FIBER (Schweizerische Fischereiberatungsstelle) begleitet.


Neues Magazin?

Der Schweizer Angler ist ein "Ausnahmemagazin" der fischenden Schweiz und bringt Ihnen sachlich und fachlich bestens recherchierte Reportagen über Schweizer Gewässer, Fischerei und Fischer sowie Hintergrundberichte mit Biss. Die Journalisten stellen auch unangenehme Fragen an Zeitgenossen die in der Fischerei mitreden und berichten über angelnde Menschen wie Sie.

Das Magazin existiert elektronisch, damit Sie online, auf CD-Rom oder auf dem PDA/PALM jederzeit bestens informiert sind.

http://www.schweizer-angler.ch/


Fliegen binden im Sommer?

Wir wollten ja an den Bach... Aber wenn eine braune Suppe unter der Aeschwuhrbrücke durchrauscht, hat keiner Lust die Wathose anzuziehen. Dafür entstanden die "natürlich" fängigsten Fliegen die je im Wiggerwsser getauft wurden. Eine Galerie der Fliegen die sicher Legende werden, finden Sie dann bei den Herbst

Herbst-Bildern. Viel Spass beim Nachbinden!


Kurs mit Mel Krieger, 14. Juli 2006, in Zürich

Wir nutzten die Gelegenheit, eines der letzten amerikanischen Urgesteine zu erleben, die Fliegenfischergeschichte geschrieben haben! Mel Krieger glänzte mit wunderbaren Demonstrationen, erklärte bildhaft und lebendig und überzeugte mit brillanten Analogien. Seinem Witz, seiner Vitalität und der einzigartigen persönlichen Ausstrahlung können keine Bücher, keine Filme und keine Bilder nur annähernd gerecht werden. Der Kurs war ein Erlebnis und eine Bereicherung fürs Leben. Der Meister der fliegenden Leine wurde unterstützt und wo nötig übersetzt von keinem geringeren als Christopher Rownes (www.christopherrownes.com) und Daniel Finazzi (www.flycasting.ch), beide FFF Fly Casting Instructoren. Die Veranstaltung verdanken wir Peer Doering-Arjes (www.Springforelle.de). An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle die das hoffentlich nicht einmalige Erlebnis möglich machten. Klicken Sie auf das Bild!


Wasserbau am 22. Juli 2006

Zwei weitere Wasserschanzen wurden montiert. Die Schanzen sehen unscheinbar aus, sind in einer Stunde montiert und verändern die Abflussmenge nicht. Für das Auge könnten sie natürlich durch Anschwemmen von Holz entstanden sein. Und doch! Sie sind die wohl wirksamste Massnahme der Welt (unserer kleinen Wasserbauwelt). Das Wasser wird gegen die Gewässermitte abgedrängt, dadurch entsteht eine Walze, die hinter der Schanze einen Kolk ausspült. Das ist schon alles. Aber genau diese Löcher und die entstehenden Unterstände sind es was wir wollen. Eine geniale Innovation im (Forellen, Barben, Alet, Groppen...)-Wohnungsbau.


Temperaturmessung gestartet

Erkenntnisse oder Fragestellungen ausgearbeitet.


Die Temperaturlogger sind platziert. Am 29. April befestigten wir, wie geplant, die Geräte zur Aufzeichnung der Wassertemperatur in der Wigger. Alle 10 Minuten werden nun die Temperatur und die Lichtintensität gemessen und aufgezeichnet. Die 64 K Bytes Datenspeicher lassen sich mühelos an jedem Computer mittels USB Station auslesen. Die Daten können mit der dazugehörigen Software sauber dargestellt werden. Wir werden also in Zukunft über die Temperaturdaten an zwei Messstellen verfügen. Ich wurde mal gefragt: „Fangt Ihr deswegen mehr Fische?“ Antwort: Ja, weil wir den Besatz zum genau richtigen Zeitpunkt (Temperaturpunkt) planen können. Lesen Sie dazu unseren Jahresbericht 2005. Der aktuelle Jahresbericht ist hier zum Herunterladen bereit. Für Rückmeldungen und Kritiken sind wir dankbar. IG ProRiver, Robert Burkhard

temperaturaufzeichner


3. Monitoring in der Wigger abgeschlossen

Im Juni 2003 wurden in der Pacht 123 Wigger, durch eine Fehlmanipulation in der ARA Oftringen, auf 83% der Strecke restlos alle Fische getötet. Die IG ProRiver stand nun vor der anspruchsvollen Aufgabe, den Bestand in der Pacht wieder aufzubauen. Wir wollen aber nicht "einfach nur" Fische einsetzen, sondern auch wissen, was mit den besetzten Fischen passiert. Eine Naturverlaichung von Wigger-Forellen kann praktisch nicht stattfinden, da nur sehr wenigelaichreife Fische in der Pacht verblieben sind (Oberster Streckenabschnitt).


Monitoring
Die IG ProRiver betreibt einen enormen Aufwand mit dem Erbrüten und Aufziehen von Wildforellen. In Wiesenbächen der Region wachsen die Besatzfische heran. Forellen, deren Entnahme aus unserer Sicht sinnvoll ist, werden erst in vier Jahren gefangen. Um den gewaltigen Aufwand weiter mit hoher Motivation betreiben zu können braucht es eine Erfolgskontrolle, eben ein Monitoring des Fischbestandes. Die Salmoniden (Bachforelle und Äsche) steht dabei im Vordergrund, was nicht heisst, die anderen Arten interessieren uns nicht.


Wir wollen wissen, nicht länger vermuten. Wir als Pächter braucht handfeste Datenreihen um die Pacht nachhaltig bewirtschaften zu können. Auf vier ausgesuchten Strecken wurden Abfischungen durchgeführt. Drei Jahre wurde das Monitoring wiederholt . Die gewonnenen Zahlen werden nun gemeinsam mit Dr. Susanne Haertel Bohrer, FIBER und Dr. Thomas Stucki Jagd und Fischerei AG, interpretiert. Besatzstrategien der Zukunft werden aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse oder Fragestellungen ausgearbeitet.



Revitalisierungen 22. April 2006

Die Hochwasser der letzten Monate haben eine Menge Bäume unterspült. Viele liegen schon im Bachbett und drohen davon zu treiben. Auf keinen Fall! Möglichst viele Bäume sollen im Wasser bleiben und dort als Totholz Lebensraum für Kleinlebewesen und Unterstand für Fische bieten. Mit Drahtseilen gesichert, bleiben die Bäume am richtigen Platz.


Totholz
Die sich bildenden Kehrwasser sind bei höherem Wasserstand Rückzugsgebiete für Fische. Diese ruhigeren Zonen bieten Schutz vor der scharfen Hauptströmung der eng eingebetteten Wigger. Mehr zu diesem Thema auf einer interessanten Seite: Totholz & Fliessgewässer

wigger aeschwuhr
Wir konnten die Schnüre zum Schutz vor Kormoranen nur auf einem Teilstück entfernen. Der Wasserstand war einfach noch zu hoch. Die Schnüre sind ein toller Erfolg. Gerade mal 3 Kormorane konnten diesen Winter gesichtet werden. Für die gefrässigen Schwarzröcke mit der langen Anflug- und Startbahn bilden die Schnüre wohl einen abschreckenden Anblick. Das Material der Schnüre ist biologisch abbaubar und verrottet. Sehen Sie mehr dazu im Technischen Jahresbericht 2005. Wigger Revier 123


Kurs bei Andino Reisen abgeschlossen

Andino Reisen führte einen erfolgreichen Kurs durch. Die lernerfolge der Kursteilnehmer waren wirklich Beeindruckend. Hier die Bilder:


Der Veranstalter: http://www.andino.ch



Podiums-Gespräch
„Aargauer Gewässer: Ohne Fischer keine Fische?“



Mittwoch, 10. Mai 2006, 20:00 bis 22:00 Uhr: Frau Dr. Marion Mertens, Projektleiterin Fischnetz+, führte mit ihrem Kurzreferat über Ansprüche und Lebensraum-Probleme einheimischer Fischarten ins ebenso aktuelle wie kontroverse Thema ein.

Die Fischbestände sind seit Jahren rückläufig. Ebenso die Anzahl Fischer. Über Gründe und Auswirkungen sowie über die Rolle der Fischer heute und morgen diskutierten Vertreter des Aarauer Bachvereins, des Aarg. Fischereiverbandes, der EAWAG, der kant. Fischereikommission, des Schweiz. Wasserwirtschaftsverbandes und der Sektion Jagd und Fischerei auf dem Podium und mit dem Publikum.

Die Diskussion war sehr interessant und ausgewogen. Alle kennen mehr oder weniger die herrschenden Probleme und Missstände. Studien und Publikationen legen die Defizite dar und bieten zum Teil auch Lösungsansätze. Im Kanton Aargau wird jetzt schon viel umgesetzt um Verbesserungen herbei zu führen. Den Fischern und Naturschützern geht Einiges etwas zu langsam. Der Appell an das Publikum war klar zu hören: Alle Kenntnis nützt nichts, wenn nicht jemand etwas unternimmt. Generalsanierungen und grosse Renaturierungsprojekte werden in naher Zukunft wohl eher ausbleiben. In der Praxis lassen sich daher viele kleine Erfolge erwirken. Kleine überschaubare Projekte sind gefragt.

Die Zusammenarbeit der Interessengemeinschaften sollte von Beteiligten mehr gefördert werden. Ein schönes Beispiel für Zusammenarbeit ist das Zustandekommen der Volksinitiative lebendiges Wasser. Um mehr Einfluss zu erlangen müssen wohl auch die Fischer da und dort den Konsens suchen. Gemeinsam mit anderen Organisationen könnten die Fischer oft grössere Erfolge erzielen.

Ohne Fischer keine Fische? Doch, in einer intakten Natur schon aber nicht überall im Kanton Aargau!

Wer sind die besten Riverwatcher? Die Fischer! Die sind sehr oft am Wasser und sehen Probleme zuerst. Wie viele Umweltsünden wären wohl unentdeckt ohne die Fischer? Besatz zur Förderung des Artenreichtums, vor allem in unterteilten, verbauten Gewässern, kommt bisher vor allem von den Fischern. Heute werden von Anglern auch Arten besetzt, die sich nicht mit der Rute fangen und verwerten lassen.


Anschliessend fand man Zeit für ungezwungene Gespräche bei einem verstärkten Apéro. Wir danken den Organisatoren für den interessanten Abend.




Gänsesäger in der Wigger
«Entwicklung der Gänsesäger in der Schweiz» heisst die Studie, die Dr. Matthias Escher im Auftrag des 111er-Clubs verfasst hat. Seine Sicht der Situation ist an der Praxis orientiert, seine Befunde teilweise dramatisch, die Folgerungen klar und die Forderungen deutlich.

http://www.111er-club.ch




Aufzucht 2006

Tom Eichenberger und Bernhard Bühler betreuten die Brut vom Ei bis zum Larvenstadium. Dank dem fachmännischen Wirken und der nötigen Erfahrung konnte am 1. April der Ertrag von rund 20‘000 Larven in die Aufzuchtgewässer verteilt werden. Wir bedanken uns bei den "Forellenvätern" für die grosse Arbeit.

proriver.ch


FIBER Workshop Besatz in Fliessgewässern

Der Besatz von Gewässern mit Fischen hat eine lange Tradition und ist in der Schweiz weit verbreitet. Wird aber Besatz stets optimal durchgeführt? Werden Besatzziele festgelegt und erreicht? Kann Besatz freilebende Bestände beeinflussen? Wie erfolgreich ist Besatz? Welcher ist der optimale Besatzfisch?

Diesen und weiteren Fragen wurde durch die Teilnehmer des Workshops in Vorträgen, Arbeit in Kleingruppen und einer gemeinsamen Abschlussdiskussion nachgegangen. Man versuchte einem Konzept zur optimalen Bewirtschaftung (oder eben "Nichtbewirtschaftung") der Fischgewässer einen Schritt näher zu kommen. Aus unserer Sicht wurde dieses Ziel von sehr vielen Teilnehmern erreicht. Der Workshop war sehr gut organisiert. Die Referenten konnten mit ihren Beiträgen und den Gruppenarbeiten viele Informationen und Anregungen an den Mann und die Frau bringen. Wir konnten bezüglich Besatzstrategie einige interessante Anregungen und Ideen mitnehmen. Vielen Dank an die Organisatoren und die Referenten. Sie haben mit ihrer Arbeit einen grossen Beitrag zu optimalem Besatz geleistet.

Fliegenbinden mit Marc Petitjean

Wir danken Arthur Dätwiler für die Einladung zur sensationellen Bindedemonstartion mit Marc Petitjean. Das war ein wirklich gelungener Anlass mit vielen Neuigkeiten rund ums Binden.
 
www.the-flyfishers.ch
A. Dätwiler & A. Realini
Ausserdorfstrasse 27
CH-5107 Schinznach Dorf
Switzerland
proriver.ch


Neuer Jahresbericht 2005

Der neue Jahresbericht 2005 ist an alle Interessenten verschickt. Wer ihn noch nicht hat kann das 23 Seiten starke Werk hier herunterladen Die aktivitäten der Mitwirkenden sind in diesem Bericht mit Bildern und Texten dokumentiert proriver.ch